Schlüsselbeinbruch

Wie kommt es zu einem Schlüsselbeinbruch (Claviculafraktur)?

Nach einem Sturz auf die Schulter kann das Schlüsselbein brechen. Häufige Verletzungsursachen sind Hochrasanzsportarten wie Schifahren oder Mountainbiken, weiters Kampfsportarten und Motorsport. Männer sind häufiger betroffen als Frauen.

Der Knochen bei einem Schlüsselbeinbruch bricht meistens im mittleren Drittel. Neben den starken Schmerzen, lässt sich von außen eine Deformation des Schultergürtels erkennen.

Diagnose Schlüsselbeinbruch

Eine Claviculafraktur wird mittels Röntgen festgestellt. Nur in Ausnahmefällen sind weitere Untersuchungen nötig.

Claviculafrakturen werden in laterale Frakturen (= „außen am Schlüsselbein), sowie in Claviculaschaftfrakturen („mittig am Schaft“) eingeteilt.

Therapie Schlüsselbeinbruch

Massiv verschobene bzw. verkürzte Brüche müssen operativ behandelt werden. Je weiter die Knochenfragmente voneinander entfernt sind, desto höher ist das Risiko, dass ohne Operation die Knochen nicht richtig zusammenfinden.

Bein einer Operation erfolgt nach Einrichtung der Fraktur die Befestigung mittels Titanplatte oder Titannagel. Haarrisse oder nur minimal verschobene Brüche können mit einer Armschlinge behandelt werden und bedürfen keiner Operation.

Kommt es nach einer inadäquaten Therapie zu einer Fehlverheilung, einer Pseudarthrose / Claviculapseudarthrose, resultieren verbleibende Schmerzen und eine fehlerhafte Funktion.

Dadurch kann der Arm/die Schulter nicht schmerzfrei benutz werden. Eine Schlüsselbeinpseudarthrose bedarf einer operativen Therapie. Hierbei wird der fehlverheilte Bereich herausgenommen und mit einem Knochentransplantat ersetzt. Abschließend wird das Schlüsselbein über eine Metallplatte stabilisiert.