Kreuzbandriss

Kreuzbandriss

Der Kreuzbandriss stellt eine schwere Verletzung des Kniegelenkes dar. Es handelt sich zumeist um den Riss des vorderen Kreuzbandes. Ein hinterer Kreuzbandriss ist selten. Das hintere Kreuzband weist eine stärkere Struktur auf und wird weniger leicht verletzt.

Die Kreuzbänder befinden sich im Zentrum des Kniegelenkes. Sie ermöglichen eine korrekte Bewegung, indem sie den Ober- zum Unterschenkelknochen optimal zueinander verspannen.

Die wichtigsten Fragen zum Kreuzbandriss
Videos mit Dr. Mark Schurz

Was sind die Anzeichen einer Kreuzbandverletzung?
Wie sieht die Untersuchung bei Verdacht auf Kreuzbandverletzung aus?

 

Welche Arten der Behandlung gibt es?
Wie läuft eine Kreuzbandoperation ab?

Wie schnell kann ich zum Sport zurückkehren?

Kreuzbandriss Ursache

Kreuzbandrisse entstehen häufig  bei Sportarten mit schnellem Richtungswechsel, „Stop and Go“ Sportarten, wie Fußball, Tennis, Squash, Handball, Volleyball, oder aber bei Sportarten mit hoher äußer Krafteinwirkung und/oder Geschwindigkeit, wie Schifahren, Eislaufen oder Rugby.

Gerissenes Kreuzband

Kreuzbandriss Symptomatik

Bei einem Riss eines oder beider Kreuzbänder kommt es zu einer unnatürliche Beweglichkeit des Kniegelenks, wobei der Schienbeinkopf unkontrolliert nach vorne rutscht.

Dieses Phänomen wird Tibiavorschub genannt. Patienten klagen über Instabilität, die in Form von „giving way Attacken“ auftritt. Das Knie gibt keinen Halt mehr und rutscht bei Bewegung weg.

Diese Instabilität tritt sofort nach der Verletzung auf, wird meist jedoch erst bemerkt, wenn das Bein wieder einigermaßen belastet werden kann.

Bei anhaltenden „giving way Attacken“ kommt es zu Knorpel- und Meniskusschäden.  Der Knorpel und die Menisken sind einer deutlich höheren Belastung ausgesetzt sind.

Eine höhere Belastung bedeutet eine frühzeitige Abnutzung mit Ausbildung einer posttraumatischen Arthrose, die in jeder Altersstufe auftreten kann. Begleitende Verletzungen der Menisken und des Knorpels erhöhen das Risiko einer Arthrose.

Eine rasche Abklärung der Verletzung sowie eine exakte Diagnostik sind von äußerster Bedeutung, um häufige Begleitschäden (Seitenbandriss, Meniskusschmerzen, Knorpelschäden) zu erkennen und sofort therapieren zu können.

Kreuzbandriss Diagnose

Der vordere und hintere Kreuzbandriss wird durch klinische Tests festgestellt (Lachman- und Pivot-shift Test). Eine Magnetresonanztomographie (MRT) wird routinemäßig  durchgeführt. Weiters können durch die MRT Begleitverletzungen besser abgeklärt werden.

Die Indikation zur operativen Versorgung des Kreuzbandes ist die klinisch festgestellte Instabilität, die unbehandelt zur posttraumatischen Arthrose mit Meniskusschäden führt. Je nach Rissart muss das verletzte Kreuzband durch ein körpereigenes Transplantat ersetzt werden. Ist ein Kreuzband direkt am knöchernen Ursprung oder Ansatz gerissen, so kann dieses erhalten werden.

Kreuzband Transplantate

Als körpereigenes Kreuzbandtransplantat verwendet man nahe am Kniegelenk gelegene Sehnen (Musculus semitendinosus und semimembranosus, „Hamstrings“). Vierfach gelegt bilden sie ein stabiles Transplantat.

Auch das mittlere Drittel der Kniescheibensehne (Ligamentum patellae) kann gewählt werden, um ein gerissenes Kreuzband zu ersetzten. Ebenso kommen Sehnenstreifen aus der Quadrizepssehne in Frage.

In speziellen Fällen setze ich eine Spendersehne für den Kreuzbandersatz ein.

Die Verankerung des jeweiligen Transplantates erfolgt mit Schrauben, Plättchen oder speziellen Pins, die aus Titan oder einem bioresorbierbarem Material bestehen.

Die Wahl des entsprechenden Transplantates bespreche ich mit jedem Patienten individuell, um dem jeweiligen Verletzungsmuster gerecht zu werden.

Es besteht prinzipiell die Möglichkeit einen Kreuzbandriss konservativ zu behandeln, jedoch kann meistens keine ausreichende Stabilität durch alleinige Physiotherapie oder die ACP Eigenbluttherapie erreicht werden. „Giving way Attacken“ treten meist weiterhin auf, die neben Schmerzen zu wiederkehrenden Schwellungen und irreversiblen Schäden an Meniskus und Knorpel führen.

Bei komplexen Kniebandverletzungen  sowie bei sportlich aktiven Personen sollte eine operative Behandlung unbedingt durchgeführt werden.

Operation bei Kreuzbandriss

Revisionskreuzbandplastik

Eine Revisionskreuzbandplastik ist dann nötig, wenn bereits eine Operation zum Bandersatz durchgeführt wurde und:

  • Eine neuerlicher Riss vorliegt
  • Das Kreuzband nicht eingeheilt ist
  • Eine Fehlpositionierung vorliegt
  • Eine Bohrkanalerweiterung aufgetreten ist
  • Das Band zu locker eingebaut wurde
  • Das Implantat versagt hat
  • Anatomische Gegebenheiten vor der Operation nicht beachtet wurden (z.B. Slope Tibia)

Nach einer eingehenden klinischen Untersuchung muss folgendes durchgeführt werden:

  • Röntgen konventionell
  • Röntgen Beinachsenbilder
  • Magnetresonanztomographie
  • Computertomographie

Anschließen wird über das weitere operative Vorgehen entschieden. Abhängig von den bereits verwendeten Transplantaten und dem Zustand des Knochens kann einzeitig  (1 OP) oder zweizeitig (2 OP) vorgegangen werden.

„All Inside“ – VKB-Plastik bei Knieverletzungen

Ich setze bei Knieverletzungen auf „All Inside“-VKB-Plastik – die moderne minimalinvasive OP-Methode bei Kreuzbandrissen.

Zum Artikel im Fachmagazin Jatros

Die Fortschritte der Medizintechnik haben es ermöglicht, die Technik der Kreuzbandplastik zu verbessern und noch minimalinvasiver werden zu lassen. Ich verwende dafür ein spezielles Bohr- und Fixationssystem, das ein Höchstmaß an Stabilität erzeugt und dabei das Operationstrauma bei Knieverletzungen auf ein absolutes Minimum  reduziert.

Was heißt das konkret?

  • Es muss nur noch eine Sehne anstatt zwei zur Kreuzbandrekonstruktion entnommen werden, da das Sehnenmaterial effizienter verwertet wird.
  • Ich bohre den Knochenkanal von der Kniegelenkinnenseite nach außen, so dass die empfindliche Beinhaut (Periost) nur noch minimal geschädigt wird. Dadurch werden bei Knieverletzungen postoperative Schmerzen drastisch reduziert und die sofortige Kniegelenkbeweglichkeit gefördert.
  • Mit der neuen Fixationsmethode wird ein Maximum an Stabilität erreicht.
  • Bei dieser Methode sind nur noch minimalste Hautschnitte notwendig.  Das ästhetische Ergebnis wird dadurch verbessert.
  • Kindliche Kreuzbandverletzungen können wachstumsfugenschonend operiert werden.

Meine Erfahrungen mit der „All Inside“-VKB-Plastik

Ich habe diese minimalinvasive Technik  bereits hundertfach  erfolgreich bei Knieverletzungen angewendet.

Diese Technik ist erst seit wenigen Jahren  in Österreich auf dem Markt, in den USA ein bereits etabliertes Verfahren.
OA. Dr. Mark Schurz ist österreichweit einer der führenden Sporttraumatologen auf dem Gebiet der „all inside“ Versorgungsmethode bei Kreuzbandverletzungen.

Die Post-OP-Ergebnisse bei Knieverletzungen sprechen für sich: Patienten, die für Knieoperationen minimalinvasiv mit der „All Inside“- Kreuzbandplastik versorgt wurden, haben bedeutend weniger Schmerzen, sind schneller mobil und neigen weniger zu Schwellungen.

Patienteninfos

Vordere Kreuzbandersatzoperation

Nachbehandlung Vordere Kreuzbandersatzoperation

KONTAKT Dr. Mark Schurz