Endoprothesen

Sind Sie von Arthrose betroffen?

Eine Arthrose stellt eine Abnützung des Gelenkknorpels dar. Es kommt zu einer abnutzungsbedingten Verformung des Gelenkes mit einer schmerzhaften Bewegungseinschränkung. Anfangs treten die Symptome schleichend auf, in der Folge permanent, wodurch die Gehleistung, bzw. der Bewegungsumfang stark reduziert wird.
Die Arthrose des Kniegelenkes wird Gonarthrose, die der Hüfte Coxarthrose und die der Schulter Omarthrose genannt.

Eine Sonderform nimmt die posttraumatische Arthrose ein, die durch einen unfallbedingten Knorpelschaden (zum Beispiel Gelenkfraktur) entsteht. Es kommt zur Verwerfung der Gelenkfläche (Primärschaden) und in Folge zur posttraumatischen Arthrose (Sekundärschaden).

Arthrose Symptome

Das Leitsymptom der Arthrose ist der Schmerz, der von wiederkehrenden Gelenkverschwellungen begleitet ist. In Folge kommt es zu einer zunehmenden Einsteifung des betroffenen Gelenks, womit die Funktion sukzessive verloren geht. Äußerlich ist, bei oberflächlicher Lage (zum Beispiel Knie), eine Verdickung und Verformung des Gelenkes zu erkennen.

Arthrose Diagnose

Die Diagnose stelle ich mittels Röntgenuntersuchung.  Gegebenenfalls ist eine Magnetresonanz- oder Computertomographie nötig.

Arthrose Therapie

Konservative Behandlung der Arthrose

Die beginnende Arthrose kann konservativ behandelt werden. Entzündungshemmende und schmerzlindernde Medikamente (nichtsteroidale Antirheumatika, NSAR) müssen eingenommen werden, weiters sollte eine physikalische Therapie durchgeführt werden.

Hyaluronsäureinfiltrationen und die ACP  Eigenbluttherapie sind eine weitere Behandlungsmöglichkeit.

Die Arthroseursache muss erkannt werden, um gegebenenfalls diesbezüglich therapeutische Schritte einleiten zu können (Gewichtsreduktion, Beinachsenkorrektur, etc.).

Arthrose Operative Behandlung

Führen konservative Maßnahmen nicht mehr zur Schmerzlinderung, muss eine operative Arthrosebehandlung durchgeführt werden. Dabei wird das beschädigte Gelenk durch ein künstliches Gelenk, eine Endoprothese, ersetzt. Häufig ersetzte Gelenke sind das Hüft-, Knie-, Schulter- und Sprunggelenk. Es gibt weiters Endoprothesen für den Ellbogen und das Handgelenk sowie für Finger- und Zehengelenke, die jedoch sehr speziellen Indikationsstellungen unterliegen.

Knieprothese

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Hüftprothese

Bei einer Hüftprothese wird über eine ca. 15 cm Inzision an der jeweiligen Hüfte das erkrankte Gelenk durch ein künstliches ersetzt.
Dabei wird die Hüftgelenkspfanne erneuert und der Oberschenkelschaft ersetzt. Als Gleitpaarung dient eine spezielle Keramiklegierung.

Schulterprothese

Die häufigste Ursache für die Zerstörung der Gelenkflächen ist die Schulterarthrose. Dabei wird der Knorpel abgenützt, und das Gelenk verliert durch knöcherne Ablagerungen an den Gelenkrändern seine Passform.

Bei einer Schulterprothese wird über eine ca 15cm Inzision an der Schultervorderseite der erkrankte Oberarmkopf mit dem Gleitlager entfernt und durch eine künstliche Gleitpaarung ersetzt. Bei insuffizienter Rotatorenmanschette (Link) muss eine spezielle Prothese (Inverse Schulterprothese) implantiert werden.