Allograft Spendersehne

Allograft – Kreuzbandersatz mit Spendersehne

Ein Allograft ist transplantiertes Gewebe, das von einem genetisch nicht identischen Spender stammt. Neben körpereigenen Transplantaten können Spendersehnen herangezogen werden, um ein gerissenes Kreuzband zu ersetzten.

Dabei handelt es sich um eine Körperteilspende, wie es auch z.B. im Rahmen von Herz-, Leber, Nieren-, Haut- oder Hornhauttransplantationen schon seit Jahren üblich ist. Im Gegensatz zu einer Nierentransplantation ist nach der Implantation eines Kreuzbandallograft keine abstoßungshemmende Medikation nötig. Durch ein spezielles Reinigungsverfahren wird das Transplantat „ausgewaschen“, wodurch es keine Abstoßungsreaktionen hervorruft.

Der Vorteil des Spendertransplantates liegt eindeutig darin, dass kein so genannter „Entnahmedefekt“ entsteht. Es entfällt der Operationsschaden, der durch die Entnahme eines Körpereigenen Transplantates entsteht.

Wo wird ein „allograft“ eingesetzt?

Auf Patientenwunsch kann auch schon bei einer ersten Operation ein Spendertransplantat verwendet werden.

Liegt eine Reruptur eines bereits operierten Kreuzbandes vor, bzw. muss ein Kniegelenk mit mehreren Bandersätzen versorgt werden, so sollte ein Allograft in Erwägung gezogen werden.

Ein Allograft kann sowohl bei einem vorderen als auch bei einem hinteren Kreuzbandriss eingesetzt werden.